Der Weg zum eigenen Blog – WordPress installieren

Jaja, der Weg zum eigenen Blog mit WordPress ist steinig und hart! Da ich diesen Weg gerade begehe, versuche ich mal alles notwendige dafür festzuhalten in Form einer kleinen Artikelserie

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1. Eigener Webspace und eigene Domain

Bevor es richtig losgeht, benötigst Du ein bisschen Webspace und eine eigene Domain. Ich habe beides von all-inkl.com und bin mit Service und Support sehr zufrieden. Die aktuellen Grundvoraussetzungen für WordPress findest Du immer in der offiziellen WordPress Dokumentation.

Kurz zusammen gefasst benötigst Du folgendes:

  1. Webspace mit PHP-Version 5.2.4 oder höher
  2. MySQL-Version 5.0 oder höher auf Deinem Webserver
  3. Das Apache mod_rewrite Modul, für „schönere URLs“ auf Deinem Webserver
  4. FTP Programm (auf dem Mac empfehle ich Cyberduck)

2. Download der aktuellen WordPress Version

Die aktuelle deutsche WordPress Version findest Du immer hier.

Speichere die Datei in einem lokalen Ordner und entpacke das Zip Archiv. Als nächstes muss die Konfigurationsdatei eingepasst werden, damit für den Betrieb auf Deinem Webspace alles vorbereitet ist.

Benenne die Datei wp-config-sample.php um in wp-config.php und öffne sie in einem Texteditor.

Als erstes solltest Du die MySQL Verbindungsdaten eintragen. Die nötigen Daten erhälst Du von Deinem Webspace-Anbieter. Folgende Zeilen sollten dafür angepasst werden:

// ** MySQL settings - You can get this info from your web host ** //
/** The name of the database for WordPress */
define('DB_NAME', 'xxxx');

/** MySQL database username */
define('DB_USER', 'xxxx');

/** MySQL database password */
define('DB_PASSWORD', 'xxxx');

/** MySQL hostname */
define('DB_HOST', 'localhost');

/** Database Charset to use in creating database tables. */
define('DB_CHARSET', 'utf8');

/** The Database Collate type. Don't change this if in doubt. */
define('DB_COLLATE', '');

Als nächstes musst Du individuelle Sicherheitsschlüssel generieren und in die Config Datei eintragen. Mehr zu dem Thema findest du hier.
Diese kannst du dir auf der API Webseite https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ generieren. Die generierten Schlüssel kopierst Du in die Zwischenablage und überschreibst in der Config Datei die korrespondierenden Zeilen:

/**#@+
 * Authentication Unique Keys and Salts.
 *
 * Change these to different unique phrases!
 * You can generate these using the {@link https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ WordPress.org secret-key service}
 * You can change these at any point in time to invalidate all existing cookies. This will force all users to have to log in again.
 *
 * @since 2.6.0
 */
define('AUTH_KEY',         'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_KEY',  'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_KEY',    'put your unique phrase here');
define('NONCE_KEY',        'put your unique phrase here');
define('AUTH_SALT',        'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_SALT',   'put your unique phrase here');
define('NONCE_SALT',       'put your unique phrase here');

Zusätzlich würde ich aus Sicherheitsgründen immer auch den MySQL Tabellen Präfix abändern. Wähle anstatt wp_ einfach einen eigenen Präfix

/**
 * WordPress Database Table prefix.
 *
 * You can have multiple installations in one database if you give each a unique
 * prefix. Only numbers, letters, and underscores please!
 */
$table_prefix  = 'wp_';

Vielleicht schreibe ich zum Thema Sicherheit noch einen extra Beitrag. In der Zwischenzeit verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf das offizielle WordPress Dokument „Hardening WordPress„.

Die editierte Datei muss nun abgespeichert werden (wp-config.php) und wir widmen uns der eigentlichen Installation…

3. WordPress auf dem eigenen Webspace installieren

Jetzt ist es an der Zeit alle Dateien des WordPress-Ordners in das gewünschte Verzeichnis mit Hilfe des FTP Programms auf Deinem Webspace zu laden. Dies kann das zu deiner Domain gehörende Haupt-Verzeichnis sein. Sinnvoll ist es allerdings einen Unterordner dafür anzulegen. Mit Hilfe einer angepassten index.php Datei ist das Blog dann später aber direkt über Deine Domainadresse erreichbar (dazu später mehr).

Wenn der FTP Upload beendet ist, rufst Du einfach im Browser die URL mit dem von Dir angelegtem Ordner auf. Zum Beispiel http://www.example.com/wordpress. Es öffnet sich nun der WordPress Assistent zum Einrichten Deines neuen Blogs. Der erste Benutzer der von Dir angelegt wird hat automatisch Adminrechte. Aus Sicherheitsgründen empfehle ich auf gar keinen Fall einen Namen wie admin, administrator oder ähnliches zu wählen.

Sobald der erste Benutzer angelegt ist, kannst Du auf dein neues Blog zugreifen und mit der Einrichtung deiner Webseite beginnen. Solltest Du WordPress in einem eigenen Ordner angelegt haben solltest Du auch noch den nächsten Absatz lesen.

4. WordPress in einem eigenem Ordner installieren

Du hast im vorherigen Schritt Deine WordPress Installation in einem separatem Ordner durchgeführt. Damit dein Blog direkt mit der Adresse Deiner Domain aufgerufen wird, musst Du noch mal dein FTP Programm öffnen und aus dem von Dir angelegten Ordner die Datei index.php in das Hauptverzeichnis Deiner Domain kopieren.

Die kopierte Datei musst Du nun editieren und in folgender Zeile den von Dir angelegten Ordner im Pfad anpassen:

/** Loads the WordPress Environment and Template */
require('./DeinWordPressOrdner/wp-blog-header.php');

Das war es erst einmal. Du kannst nun loslegen und eigene Themes und Plugins installieren. Viel Spaß!

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie "Der Weg zum eigenen Blog". Besuche die Artikelseite für weitere Artikel:
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Elmar

Ich bin Elmar aus Aachen und habe erst vor kurzem mit dem Aufbau dieses Blogs begonnen! Eigentlich ist das hier so eine Art Spielwiese für mich. Ich mache mir hier und da ein paar Notizen und freue mich darüber, falls Andere davon profitieren sollten. Ich dokumentiere hier was mir irgendwie in den Sinn kommt oder was ich so treibe. Ich koche gerne, beschäftige mich mit IT nahen Themen, probiere und experimentiere alles mögliche aus und erkunde auch gerne mit dem Rennrad die Straßen der Region.

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